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Kunstausstellung im Rahmen der „ability week“

Kunst ist ein wertvolles Kulturgut, dass es zu fördern und zu erhalten gilt.

Diesem Satz würden sicherlich viele Menschen zustimmen. Gerade Politiker, die auf ihre Wirkung in der Öffentlichkeit wert legen, inszenieren sich gern als Freunde der Kunst. Nicht von ungefähr war der ehemalige Berliner Bürgermeister Wowereit lange Zeit in Personalunion Kultursenator der Hauptstadt.
Aber in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte hat Kunst einen schweren Stand. Daher springen vermehrt privatwirtschaftliche Unternehmen in die Bresche, um künstlerische Projekte zu unterstützen. So auch die Mercedes Benz Bank, für die gesellschaftliches Engagement ein „fester Bestandteil der Unternehmenskultur“ ist. Im Bereich Kunst fördert diese Bank finanziell in Berlin mehrere Museen, kuratiert aber auch eigene Ausstellungen.
Im Rahmen einer besonderen Ausstellung, die zur Zeit auf der achten Etage der Niederlassung Berlin zu bewundern ist, finden sich Exponate eines Kursteilnehmers des ABI-Projekts der Spektrum GmbH.

Facebookseite des Künstlers:

https://de-de.facebook.com/pages/Art-by-M-Scheffler/708798379184478

Besuch im Deutschen Blinden-Museum in Berlin-Steglitz

Auf Initiative von Herrn Boß, EDV-Dozent bei der Spektrum GmbH, und unter der Überschrift „Einblicke in das Leben blinder Menschen – gestern und heute“ nahmen Teilnehmer der Kurse ABI, Jobplanova und AktivO am Freitag, den 23.05.2014, an einer pädagogischen Führung im Deutschen Blinden-Museum Berlin teil.

Je nach Gusto erfolgte die Anfahrt in der Gruppe vom Standort der Spektrum GmbH aus oder einzeln entsprechend Wohnortnähe zum Museum.

Kurz vor 11.00 Uhr, dem geplanten Beginn der Führung hatten sich dann ca. 30 Teilnehmer am Blindenmuseum eingefunden und die Veranstaltung konnte pünktlich beginnen.

Die Ausstellung im Blinden-Museum fokussiert auf die von Louis Braille eingeführte Blindenschrift
und so lauschten wir nach der Begrüßung und einleitenden Worten zur Entstehung der Blindenschrift einem Ausschnitt aus „Harry Potter“, wechselweise vorgetragen aus Blinden- und  – unter Beteiligung einer Teilnehmerin – normaler Schrift.
Bemerkenswert war die Information, dass in der Belletristik eine Kurzform der Blindenschrift verwendet wird und dennoch ein „normaler“ Band „Harry Potter“ drei Bände Blindenschrift umfasst.

Weiter ging es mit einem „Mensch-ärgere-dich-nicht“ Spiel, bei dem die Mitspieler ohne eigene Sicht würfelten und dementsprechend Figuren setzten. Die verschieden farbigen Figuren hatten fühlbare Unterschiede: rund, eckig, spitz und eingedrückt.
Das Spiel funktionierte, verständlicherweise etwas langsamer, aber durchaus korrekt.

Dann wurde das System der Blindenschrift erklärt: eine logische Abfolge von maximal 6 Punkten.

Die Teilnehmer teilten sich in drei Gruppen. Eine Gruppe ging zuerst zum Computer-Arbeitsplatz im Büro, eine zweite zu den Blinden-Schreibmaschinen und die dritte zum Schreiben in Blindenschrift (spiegelverkehrt, denn gelesen wird auf der erhabenen Seite). Die Ergebnisse an zweiter und dritter Station waren haptisch fühlbar und es wurden die verschiedensten Kärtchen „gestochen“ oder „getippt“.

Die Vorstellung am Computer war nicht weniger eindrucksvoll mit einer 15.000 € teuren speziellen Funktionseinheit für Blinde.

Außerdem konnten die Teilnehmer die einzelnen Exponate des Museums besichtigen, u. a. das russische Alphabet in Blindenschrift und nachgebildeten Köpfen für den Rassekundeunterricht an den Blindenschulen während der NS-Zeit.

Zum Abschluss konnten die Teilnehmer lernen, wie blinde Menschen z. B. Geldstücke und Geldnoten auseinander halten können, wie Uhren für blinde Menschen aussehen und funktionieren, es gab eine sprechende Haushaltswaage und ein kleines Utensil zur Bestimmung von Farben.

Insgesamt war der Tag im Deutschen Blinden-Museum Berlin interessant, mit spannenden und eindrucksvollen Einblicken in das Leben blinder Menschen.

Fazit: Besuch ist sehr lohnens- und empfehlenswert.

Kontakt:  www.blindenmuseum-berlin.de, Blindenmuseum@gmx.de

  • 01 Die längliche Lautsprecherbox am linken Pfosten markiert akustisch den Eingang

Exkursion in die Komische Oper

 

http://www.komische-oper-berlin.de/

Exkursion in die Komische Oper, Teil 2

 

http://www.komische-oper-berlin.de/