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Off Topic: Mal was anderes: Backen

Kaffee_und_Kuchen

Der Vormittag bietet viel Zeit für das Training am PC in Eigenregie. Aber bald, wie es mir häufiger geschieht, verabschiedet sich erst die Konzentration und dann die Motivation. Für einen gelungen Vormittag fehlt nur noch das schlechte Gewissen wiedermal nichts geschafft zu haben. Natürlich, wie so oft mit der Nebenwirkung mögliche Antriebsreste zu blockieren.

Das muss nicht sein!

würde der freundliche Herr im Verkaufs-TV sagen…

Das muss nicht sein!

habe ich mir dann irgendwann auch gesagt. Offen blieb:

Was dann ????

 Der freundliche Herr aus dem Verkaufs-TV preist in der Regel die tollen Eigenschaften an und bekräftigt diese noch durch eine Gegenüberstellung zu den sonst üblichen Alternativen.
Gut so versuche ich das mal:

 

Wie immer

Mal anders

Überforderung, Belastung

Überschaubar, Abschätzbar

Ermüdung, Konzentrationsverlust

Entspannend, Aktivierend, Regenerierend

Frustration, Demotivation

Resultat ist greifbar, erreichbar und schmeckt gut

Schuldgefühle, Depression

Freude, Bestätigung, Sinnhaft

 Eine Antwort für mich war schnell gefunden.

Ich backe gern!

Einige Mitstreiterinnen fanden sich. Wir verabredeten, was zu besorgen wäre.

Und nun berichten ich [wir] von unseren Erlebnissen.

Die Folgen

Zupfkuchen ala Chef

Schoko-Hefeteilchen

Zupfkuchen ala Chef

Mein erster Versuch der Demotivation zu entkommen, wurde ein sehr gehaltvoller Plan. Meine nicht repräsentative Umfrage unter den Teilnehmerinnen ergab: „Zupfkuchen!“ Zu meiner Freude fanden sich zwei charmante Mitstreiterinnen, um den Plan in die Tat umzusetzen.

Eine weitere Hürde stellten einige organisatorische Vorbereitung dar. Die Teilnehmerinnenküche ist außer mit einem Backofen, einer Spüle und einigen Schränken ohne eine weitere Ausstattung.

Diese Umstände waren glücklicherweise im Voraus bekannt. Wir verabredeten, wer die nötige Backform, den Mixer, eine Schüssel und die Zutaten mitbringen würde. Aufgrund meiner begrenzten Erinnerungsfähigkeit bat ich die Küchencrew von der Spektrum  gGmbH um Hilfe. Ein Dank geht daher insbesondere an den „Meister-Bäcker“. Er stellte uns freundlicherweise sein Zupfkuchen-Rezept zur Verfügung.

Somit konnte eigentlich nichts mehr schief gehen … Ist es dann auch fast nicht.

Die Absprachen klappten super.

Im Handumdrehen war der Schokoteig geknetet und die Füllung gerührt und die Form flog in den vorgeheizten Ofen.

Ich hatte eigentlich vor die folgenden 30-40 Minuten entspannt in der Sonne zu verbringen. Allein etwas panische MitarbeiterInnen und der etwas zu gut backende Ofen beendeten dieses Vorhaben. Beißender Geruch und leichte Rauchschwaden waberten in der Küche als ich hineingeeilt kam. Die Schokoteigstreusel hatten eine tiefschwarze Farbe angenommen. Nach einem ersten Fluchen, fand ich schnell wieder die Fassung. Bei genauer Betrachtung stellte sich heraus, dass nur ca. 2-4 mm Kruste abzutragen war, um den fertigen Kuchen in einen genießbaren Zustand zu versetzen. Den genüsslich geschlossenen Augen beim Verzehr zufolge im ist dieser wohl sicher erreicht worden.

To be continued ..

 

Schoko-Hefeteilchen

„Keep it simple!“ und „.. irgendwas mit Hefe!“ ging mir durch den Kopf, als ich Lust bekam wieder mal ein Alternativprogramm zu starten. Auch bot es die Gelegenheit den Abschied eines Teilnehmers zu versüßen. Leider ergab meine Befragung , dass er Wunsch- und Ideenlos glücklich war.

Also ging ich zurück zum Anfang:

„KEEP IT SIMPLE“ & „WAS MIT HEFE“

Backfeste Schokotropfen vielen beim Einkaufen bei der Suche nach einer Rosinenalternative in meinem Wagen. Auch die spärliche Küchenausstattung wurde diesmal den Anforderungen des Rezeptes gerecht. Backpapier, Backblech, Backofen, Schüssel, Messbecher, Hände, Zeit waren ausreichend vorhanden.
Der Rest war unspektakulär:

  • Mehl, Zucker, Milch, Hefe, Schokotropfen und eine Prise Salz verkneten
  • warten, warten, warten .. [mindestens 30-45 Minuten gehen lassen]
  • Teig nochmal kneten und in Brötchen teilen
  • auf ein Blech mit Backpapier legen
  • noch etwas gehen lassen, dann
  • mit Milch bepinseln und
  • circa 15-20 Minuten bei 180 °C im vorgeheizten Ofen backen..
  • abschließend auf dem Blech oder auf einem Gitter abkühlen lassen

Den sorgenvollen Blicken der Mitarbeiterinnen und Maßnahmeteilnehmerinnen auf der Etage zum Trotz füllte sich dieses Mal die Luft nicht mit beißend riechenden Schwaden. Schwer viel mir bald ausreichend Gebäckteilchen für den „Austausch Praktikum“ zu behalten, weil sich nach und nach mehr Interessentinnen zu einer Verkostung meldeten ..

To be continued ..

Crisp, Crunchy, Juicy Apple

Ein Vorwort

Einige Zeit ist vergangen, seit dem letzten _Angriff_ auf die Geschmacksknospen. Auch stehen neue Aufgaben an – mein erstes Praktikum. Daher wird es voraussichtlich in nächster Zeit keine Off-Topic Beiträge dieser Art von mir geben…
Das Rezept selbst ist für mich eine Rückerinnerung an den diesjährigen Urlaub. Dort habe ich das Rezept zum ersten mal gebacken. Eigentlich zweimal, weil das erste Mal verkehrt herum. Es stammt aus Neukölln aus einem Café.

Apple Crunch

Die Zubereitung

Die Äpfel

Schälen, entkernen und in kleine Streifen scheiden. Wahlweise geht das Zerkleinern auch mit einem Hobel.
Die zerkleinerten Äpfel in eine Schüssel geben, mit Zucker bestreuen und zum Durchziehen beiseite Stellen.

Der Teig

Eine Schüssel bereitstellen. Das Mehl, den Zucker, die Gewürze hinein geben. Gut vermengen. Dann die Haferflocken und die Mandelblättchen geben. (Sie können in einer Pfanne angeröstet werden.) Ebenfalls untermischen. Nun die Butter würfeln und in die Schüssel geben. Beginnen zu kneten bis alles zu einer gleichmäßigen Masse geworden ist.

Das Backen

Den Ofen bei 200°C vorheizen. Das Blech einfetten oder mit Backpapier belegen. Etwa den ½ Teig auf das Blech gleichmäßig dick auftragen. Das Blech für etwa 6-8 Minuten in den Ofen geben. Anschließend die vorbereiteten Äpfel gleichmäßig auf dem Blech verteilen. Danach den restlichen Teig darüberstreuseln. Wieder in den Ofen geben und weiterbacken bis der Teig goldgelb geworden ist. [ca. 20-25 Minuten] Fertig!

Der Genuss

Der Kuchen kann warm oder kalt genossen werden. Zerschnitten in gleichmäßige Stücken und pur serviert, mit Schlagsahne oder einer Kugel Vanilleeis ist er ein großer Genuss.

Die Zutaten
300 g Mehl
150 g Mandelblättchen
150 g kernige Haferflocken
150 g Zucker (gern auch Brauner)
250 g Butter oder Margarine
5-6 mittelgroße Äpfel
ideal ist eine säuerlich Sorte
Gewürze oder arabische Keks-Gewürz-Mischung

optional
1/2 Pck. Backpulver, geröstet Nüsse

zum Servieren
Schlagsahne oder Vanilleeis

Das Werkzeug
  • ein Schäl-/Küchenmesser
  • ein Esslöffel + ein Teelöffel
  • ein Messbecher oder eine Waage
  •  zwei mittelgroße Schüsseln
  • ein Backblech (10x15x3 cm) + Backofen
  • ein Rührgerät oder ein bis zwei Hände
  • Backpapier

nicht genannt aber immer gebraucht:

  • Topflappen, Messer zum Aufschneiden und Servieren,
  • Gabeln und Teller zum Verzehr,
  • Mülleimer für die Abfälle,
  • Abwaschlappen, Spülmittel, Handtuch,
  • Reinigungskräfte, Mitesser

Marmorkuchen

Es war mal wieder soweit. Ein Pausengespräch mit einem Maßnahmeteilnehmer gab den Anlass. Bei einer Zigarette sprachen wir über eines der verlängerten letzten Wochenenden. Er berichtete, dass er einen Rührkuchen mit einer Backmischung gebacken hatte und dass dies eher selten vorkomme. Ich erwiderte, dass es gar nicht so schwer sei ohne eine Backmischung. Ich bot ihm an gemeinsam an einem Mittwoch Vormittag zu backen, um ihm dass zu zeigen. Er willigte ein. Wir einigten uns auf Marmorkuchen. Darauf hin vereinbarten wir uns zu Beginn der Woche nochmals abzusprechen, was wir an Zutaten und Werkzeug besorgen müssen.

Nun war es Montag. Er kam leider nicht zur Maßnahme. Es scheint ihm wohl gerade nicht gut zugehen, da er Dienstag und Mittwoch auch nicht kam. Nun dass kommt vor. Ich kenne dass auch. Es gibt Tage an denen ich mich schwer bis gar nicht aufraffen kann. Glücklicherweise werden die weniger. …

Zurück zum Marmorkuchen. Butter, Mehl, Eier, Backpulver, Kakao, etwas Milch ergab die Recherche im Backbuch meiner Oma. Rührgerät und Backform besorgen, ergab ein kurzer Blick durch die Teilnehmerinnenküche.

Traditionell gehört vor dem Servieren noch gehörig Puderzucker auf den Kuchen gestreut. Es sollte richtig stieben wenn mensch hinein beißt. Wahlwiese geht auch Kuvertüre  für die Schokoladeliebhaberinnen.

Marmorkuchen

Marmorkuchen, Gugelhupfform, mit Puderzucker

..) stein und Eisen bricht

Genau geht’s so:

  • 250g Butter in eine Schüssel geben. auf kleinster Stufe für etwa 1-2 mixen.
  • 100-150g Zucker, ein Päckchen Vanilin- oder Vanillezucker dazugeben. 2-3 Minuten bei mittlerer Stufe  rühren.
  • 4 Eier dazu. bei mittlerer Stufe weiterrühren bis die Masse schaumig ist.
  • 250g – 300g Mehl und 2 Teelöffel Backpulver gut unterrühren.
  • Sollte der Teig zu fest sein, einige Esslöffel Milch unterrühren.
  • die Häfte bis zwei Drittel des Teiges in eine Form geben.
  • 40g Kakao mit dem restlichen Teig gut verrühren.
  • Kakaoteig mit einem Löffel auf den Teig in der Formgeben.
  • Mit einer Gabel von oben in den Teig stechen, an einem Rand beginnend zum andern alle 2cm wiederholen.
  • 40-60 Minuten backen bei 180-200 °C im vorgeheizten Ofen.

Zur Sicherheit eine „Stichprobe“ machen:
Messer/Holzstäbchen mittig in den Kuchen einstechen. Bleibt beim herausziehen Teig daran kleben muss der Kuchen noch weiter backen.