Exkursion Reichstag am Dienstag, 29.07.2014

Vorgeschichte

Etwa zwei Wochen im Voraus informierten uns unsere Coaches, dass eine Exkursion in den Reichstag geplant wäre. Wichtig war die Teilnehmerinnen festzustellen, die an dieser Exkursion teilnehmen würden, da eine Anmeldung im Voraus wichtig war. Ich wunderte mich deshalb zwar ein wenig. Doch begeistert meldete ich mich an, mit zu kommen. Schließlich war ich noch nie persönlich im Reichstagsgebäude. Ich hatte unzählige Möglichkeiten das hohe Haus von außen zu Besichtigen – verhüllt wie unverhüllt, im Sommer und im Winter, von der Spree aus aber auch von nahem. Auch befasste sich ein nicht unerheblicher Teil meines Studiums inhaltlich mit den Abläufen und Vorgängen, um das Verfassungsorgan welches nach der Wiedervereinigung Deutschlands in und um dieses Historische Gebäude angesiedelt ist. Profaner aber ebenso stark, war die Hoffnung bei Käfer im Reichstag schlemmen zu können …

Die Exkursion

Gute Verkehrs- und Anfahrtsplanung bescherten mir einen angenehmen Start in Wandertag. Es war sogar sehr entspannt. Bis zum Bahnhof Friedrichstraße kam ich ohne Probleme durch. Anschließend schlenderte ich entlang der Spree. Als ich eintraf, konnte ich die ersten Mitteilnehmerinnen begrüßen. Nach und nach trafen alle ein.

Sommerferien-Verkehrsbau-Chaos überlebt.

Höchst erstaunt über das immense Schutzbedürfnis und den immensen Sicherheitsaufwand, fiel es mir schwer Ruhe zu bewahren!
Zu aller erst musste ich meinem Erschrecken und Erstaunen Luft verschaffen:

  • Oh mein Gott! Was ist bloß geschehen?
  • Wo sind die Schlangen schwitzender, überhitzter Touristen auf den Treppen des Haupteingangs?
  • Warum kommt dem Deutschen Volke nicht mehr an ihr hohes Haus heran?
  • Sind die Metalldetektoren und Durchleuchtungsanlagen gesundheitsschädlich?

Glücklicherweise habe ich einen Herzschrittmacher. So konnte ich dem Metalldetektor entgehen. Alternativ wurde ich abgetastet. Bei den mehr als dreißig Grad an diesem Tag fiel der Aufwand dafür geringer aus.

im hohen Haus unterwegs

An der Eingangsschleuse empfing unsere Gruppe eine Dame vom Besucherdienst. Sie führt uns 1 ½ Stunden im Reichstag herum, informierte uns und beantwortete kompetent die Vielzahl unserer Fragen. Gern sog ich die Informationen auf. Schließlich war es mein erstes mal, dass ich den Plenarsaal und die umliegenden Räumlichkeiten besichtigen konnte.
Sicher ich sehe gern und oft den Live-Übertragungen bei Phoenix oder per Webstream von der Seite des deutschen Bundestages zu. Alles stellte sich dann doch nochmal anders dar. Ich hatte einen noch größeren Raum erwartet. Auch wenn der zu besichtigende Raum nun nicht gerade klein war. Geduldig wurde uns erklärt wer, wo ab September wieder Platz nehmen wird. Wie die Redezeiteneinhaltung angemahnt wird, wo die vier Fraktionen ihre Büros und Besprechungsräume haben …

Alles in allem ein anregender Einblick vom Keller bis zum Dach. Auf die Kuppel verzichtete ich. Die Höhe ist nicht so meins. Der grandiose Ausblick auf Berlin bot mir eine Entschädigung, hoffte ich doch wenigstens eine Parlamentarierin zu sehen. Klar, das ist schwierig, wenn gerade Sommerpause ist.

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